Mehr als zweieinhalb Jahrhunderte!

Die außergewöhnlich lange Historie eines kleinen Tiroler Traditionsbetriebes. Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Epochen und Umwälzungen, Krisen, Blütezeiten und ja, so manches Wunder. Vieles kam und ging wieder, dreierlei blieb: der unbändige Unternehmergeist über Generationen, ein überliefertes Röstgeheimnis und höchster Kaffee-Genuss aus der Tiroler Gourmetrösterei. Apropos: Gönnen Sie sich eine Tasse KAFFEE NOSKO und begleiten Sie uns auf eine kurze lange Zeitreise….

1751

Wir befinden uns in der Ära des spätbarocken aufgeklärten Absolutismus. Johann Sebastian Bach ist vor einem Jahr gestorben. In seiner weltlichen „Kaffeekantate“ aus dem Jahr 1734 hatte er geschrieben: „Ei! Wie schmeckt der Coffee süße“.  Mozart kommt in fünf Jahren zur Welt, 1762 wird er Kaiserin Maria Theresia für ein Busserl auf den Schoß klettern. Sie, die „Erste Dame Europas“ regiert seit 11 Jahren ihr (Öster)Reich und somit auch die gefürstete Grafschaft Tirol. Innsbrucks Maria Theresien-Straße wird nach ihr benannt werden. Ganz in der Nähe, in der Altstadt, gleich neben dem alten Frauen- oder „Pickentor“ am Ausgang der Seilergasse zum Innrain, eröffnet Josef Ulrich Müller im Haus der Freiin Antonie von Baderskirch ein Spezerei-Geschäft mit Gewürzen und allerlei Lebensmitteln.

1777

Müllers Schwiegersohn Franz Taubenmerkl übernimmt das Geschäft und kauft den Ansitz von den Erben der Freiin von Baderskirch. Unter gleich drei Habsburger-Regenten – Josef II., Leopold II. und Franz I. – kann er während relativ ruhiger politischer und wirtschaftlicher Zeiten seinen Geschäften nachgehen. Die Wiener Kaffeehauskultur – seit 1685 fixer Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens – schwingt sich im sog. „josefinischen Tauwetter“ im letzten Drittel des Jahrhunderts zu einer ersten Hochblüte auf.

1801

Das neue Jahrhundert bringt neue Eigentümer am Innsbrucker Pickentor: Nach dem Tod Franz Taubenmerkls verkauft seine Frau das Haus samt Geschäft ihrem Cousin Johann Miller, dieser 1810 weiter an einen Ratsherrn mit prächtigem Tiroler Namen: Johann Georg Tschurtschentaler. Er vergrößert das Handelshaus um ein Speditions- und Bankgeschäft und bringt den Kaffee im großen Stil ins Spiel: Man kauft bei ihm die grünen Kaffeebohnen und röstet sie selbst zu Hause am Herd. Ob Andreas Hofer während des Tiroler Volksaufstandes 1809 in Kampfpausen gegen die Bayern und Franzosen manchmal in den Genuss einer guten Tasse Kaffee kommt, ist nicht überliefert. Sehr wohl bekannt ist jedoch, dass ein Herr Napoleon am 1809/1810 den Handel und Ausschank von Kaffee verbietet. Eine unpopuläre Sanktion, die mit 1. Juli 1813 wieder aufgehoben wird.

1810 – 1895

Es vergehen weitere Jahrzehnte ohne große Umschwünge – jedenfalls im Heiligen Land –, die Revolution von 1848 mit den Hauptaufständen in Wien geht an Tirol ziemlich spurlos vorüber. „Habe die Eeeehre!“: Kaiser Franz Joseph I. und seine Sisi regieren ab 1848 das Land. Die Kaffeehauskultur in der Residenzstadt Wien erlebt während der Gründerzeit ihre „Heydays“, wie man so sagt. Apropos Stadt: Erst 1849 tritt Innsbruck offiziell die Nachfolge von Meran als Landeshauptstadt an. Mit dem Bau der Eisenbahn dank wegweisender Ingenieurskunst keimt langsam der Tourismus auf – auch und vor allem in Tirols Bergen. Warentransport und Industrialisierung schreiten voran. Johann Georg Tschurtschentaler und seine Erben führen ihr Geschäft fast ein Jahrhundert lang.

1895

Der Namensgeber für guten Kaffee aus Tirol tritt auf: Heinrich Nosko, Wahltiroler aus Waidhofen an der Ybbs (NÖ), kauft das Geschäft. Er scheut weder Kosten noch Mühen, denn Kaffee ist seine Leidenschaft. Unter seiner geschickten Unternehmerhand entsteht eine maschinelle „Kaffeebrennerei“, die allen Anforderungen an Hygiene, Mengenausstoß und vor allem: vollendete Qualität entspricht.

Unter uns gesagt: Viel geändert am Röstverfahren hat sich seit damals nicht. Ein bisschen Elektronik und andere moderne Helferleins, aber: Die traditionelle Trommelröstung ist bei KAFFEE NOSKO noch immer state-of-the-art.

1906

Heinrich Nosko nimmt die erste elektrisch betriebene Rösttrommel Tirols und zweite Österreichs in Betrieb. Erzherzog Eugen von Österreich-Teschen, auch ein Habsburger, zeichnet den umtriebigen Kaffeeröster am 19. November 1906 als Kammerlieferant aus. Der Herr Generalfeldmarschall ist einer der ersten hochadligen Kraftfahrzeugbesitzer und erhält das erste offizielle Kraftfahrzeug-Kennzeichen, das in Österreich-Ungarn ausgegeben wird: A 1. Sein Chauffeur bekommt am 30. Jänner 1906 in Innsbruck die Fahrlizenz Nr. 1. Gut möglich also, dass Heinrich Nosko die gute Nachricht per Automobil erhalten hat. Hätte es den Spruch „Ist doch der Beste“ damals schon gegeben, es wäre eine schöne Bestätigung gewesen.

1936

Arthur Zelgers (1914 – 2004) Erbe ist bleibend und in Tirol vielerorts omnipräsent. Als einer der bedeutendsten österreichischen Designer, Gebrauchsgrafiker und Medailleure hat der Innsbrucker die Tourismuswerbung seines Heimatlandes wesentlich geprägt. Auch zahlreiche Unternehmen haben auf Zelgers klare Design-Handschrift vertraut, wenn es um Produkt- und Logodesign ging. So auch Heinrich Nosko, für dessen Kaffee-Spezialitäten Arthur Zelger 1936 die markanten drei Türme und den Schriftzug entwirft. Dass das Logo heute noch und in Zukunft die Produktwelt von KAFFEE NOSKO ziert, zeugt von der nachhaltigen Stilsicherheit des Meisters.

1973

In Innsbruck stellt sich ein Unternehmer-Urgestein in den scharfen Wind der Geschichte: Heinrich Nosko Junior führt aller Unbill zum Trotz sein Geschäft durch die Gezeiten des 20. Jahrhunderts. 1973 ist er müde und verkauft an seinen langjährigen treuen Mitarbeiter Josef Aster. Mit ihm übernimmt eine weitere Institution aus Innsbrucks jüngerer Wirtschaftsgeschichte den bereits über 200 Jahre alten Betrieb. Für mehr als 33 Jahre. Den Namen Nosko lässt er als Reminiszenz an seine Vorgänger bestehen.

2006

All sein Wissen und die überlieferten Geheimnisse der Kaffeerösterei gibt Josef Aster an seine Tochter Margit und seinen Schwiegersohn Heinrich „Heinz“ Steger weiter. Die beiden arbeiten seit 1985 im Unternehmen aktiv mit. Als der Senior 2006 die Augen für immer schließt, führen sie das Geschäft bis 2018 als kleinen Familienbetrieb weiter. Unter ihrer Führung entsteht die neue Rösterei in der Rossau.

2018

Mit der Firma ARTkaffee übernehmen 3 traditionsreiche westösterreichische Unternehmen mit Sinn für Tradition und Kaffeekultur die Geschicke der Marke KAFFEE NOSKO. Der Fortbestand der ältesten Kaffeerösterei Tirols ist gesichert.
Margit und Heinz Steger – obwohl längst in Pension – arbeiten übrigens noch immer mit großem Einsatz in „ihrer“ Gourmetrösterei mit. Sie geben ihre jahrzehntelange Expertise an die nächste Generation weiter. Woher kommt die Energie dafür? Wohl vom immer röstfrischen Kaffee …

1751

Wir befinden uns in der Ära des spätbarocken aufgeklärten Absolutismus. Johann Sebastian Bach ist vor einem Jahr gestorben. In seiner weltlichen „Kaffeekantate“ aus dem Jahr 1734 hatte er geschrieben: „Ei! Wie schmeckt der Coffee süße“.  Mozart kommt in fünf Jahren zur Welt, 1762 wird er Kaiserin Maria Theresia für ein Busserl auf den Schoß klettern. Sie, die „Erste Dame Europas“ regiert seit 11 Jahren ihr (Öster)Reich und somit auch die gefürstete Grafschaft Tirol. Innsbrucks Maria Theresien-Straße wird nach ihr benannt werden. Ganz in der Nähe, in der Altstadt, gleich neben dem alten Frauen- oder „Pickentor“ am Ausgang der Seilergasse zum Innrain, eröffnet Josef Ulrich Müller im Haus der Freiin Antonie von Baderskirch ein Spezerei-Geschäft mit Gewürzen und allerlei Lebensmitteln.

1777

Müllers Schwiegersohn Franz Taubenmerkl übernimmt das Geschäft und kauft den Ansitz von den Erben der Freiin von Baderskirch. Unter gleich drei Habsburger-Regenten – Josef II., Leopold II. und Franz I. – kann er während relativ ruhiger politischer und wirtschaftlicher Zeiten seinen Geschäften nachgehen. Die Wiener Kaffeehauskultur – seit 1685 fixer Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens – schwingt sich im sog. „josefinischen Tauwetter“ im letzten Drittel des Jahrhunderts zu einer ersten Hochblüte auf.

1801

Das neue Jahrhundert bringt neue Eigentümer am Innsbrucker Pickentor: Nach dem Tod Franz Taubenmerkls verkauft seine Frau das Haus samt Geschäft ihrem Cousin Johann Miller, dieser 1810 weiter an einen Ratsherrn mit prächtigem Tiroler Namen: Johann Georg Tschurtschentaler. Er vergrößert das Handelshaus um ein Speditions- und Bankgeschäft und bringt den Kaffee im großen Stil ins Spiel: Man kauft bei ihm die grünen Kaffeebohnen und röstet sie selbst zu Hause am Herd. Ob Andreas Hofer während des Tiroler Volksaufstandes 1809 in Kampfpausen gegen die Bayern und Franzosen manchmal in den Genuss einer guten Tasse Kaffee kommt, ist nicht überliefert. Sehr wohl bekannt ist jedoch, dass ein Herr Napoleon am 1809/1810 den Handel und Ausschank von Kaffee verbietet. Eine unpopuläre Sanktion, die mit 1. Juli 1813 wieder aufgehoben wird.

1810 – 1895

Es vergehen weitere Jahrzehnte ohne große Umschwünge – jedenfalls im Heiligen Land –, die Revolution von 1848 mit den Hauptaufständen in Wien geht an Tirol ziemlich spurlos vorüber. „Habe die Eeeehre!“: Kaiser Franz Joseph I. und seine Sisi regieren ab 1848 das Land. Die Kaffeehauskultur in der Residenzstadt Wien erlebt während der Gründerzeit ihre „Heydays“, wie man so sagt. Apropos Stadt: Erst 1849 tritt Innsbruck offiziell die Nachfolge von Meran als Landeshauptstadt an. Mit dem Bau der Eisenbahn dank wegweisender Ingenieurskunst keimt langsam der Tourismus auf – auch und vor allem in Tirols Bergen. Warentransport und Industrialisierung schreiten voran. Johann Georg Tschurtschentaler und seine Erben führen ihr Geschäft fast ein Jahrhundert lang.

1895

Der Namensgeber für guten Kaffee aus Tirol tritt auf: Heinrich Nosko, Wahltiroler aus Waidhofen an der Ybbs (NÖ), kauft das Geschäft. Er scheut weder Kosten noch Mühen, denn Kaffee ist seine Leidenschaft. Unter seiner geschickten Unternehmerhand entsteht eine maschinelle „Kaffeebrennerei“, die allen Anforderungen an Hygiene, Mengenausstoß und vor allem: vollendete Qualität entspricht.

Unter uns gesagt: Viel geändert am Röstverfahren hat sich seit damals nicht. Ein bisschen Elektronik und andere moderne Helferleins, aber: Die traditionelle Trommelröstung ist bei KAFFEE NOSKO noch immer state-of-the-art.

1906

Heinrich Nosko nimmt die erste elektrisch betriebene Rösttrommel Tirols und zweite Österreichs in Betrieb. Erzherzog Eugen von Österreich-Teschen, auch ein Habsburger, zeichnet den umtriebigen Kaffeeröster am 19. November 1906 als Kammerlieferant aus. Der Herr Generalfeldmarschall ist einer der ersten hochadligen Kraftfahrzeugbesitzer und erhält das erste offizielle Kraftfahrzeug-Kennzeichen, das in Österreich-Ungarn ausgegeben wird: A 1. Sein Chauffeur bekommt am 30. Jänner 1906 in Innsbruck die Fahrlizenz Nr. 1. Gut möglich also, dass Heinrich Nosko die gute Nachricht per Automobil erhalten hat. Hätte es den Spruch „Ist doch der Beste“ damals schon gegeben, es wäre eine schöne Bestätigung gewesen.

1936

Arthur Zelgers (1914 – 2004) Erbe ist bleibend und in Tirol vielerorts omnipräsent. Als einer der bedeutendsten österreichischen Designer, Gebrauchsgrafiker und Medailleure hat der Innsbrucker die Tourismuswerbung seines Heimatlandes wesentlich geprägt. Auch zahlreiche Unternehmen haben auf Zelgers klare Design-Handschrift vertraut, wenn es um Produkt- und Logodesign ging. So auch Heinrich Nosko, für dessen Kaffee-Spezialitäten Arthur Zelger 1936 die markanten drei Türme und den Schriftzug entwirft. Dass das Logo heute noch und in Zukunft die Produktwelt von KAFFEE NOSKO ziert, zeugt von der nachhaltigen Stilsicherheit des Meisters.

1973

In Innsbruck stellt sich ein Unternehmer-Urgestein in den scharfen Wind der Geschichte: Heinrich Nosko Junior führt aller Unbill zum Trotz sein Geschäft durch die Gezeiten des 20. Jahrhunderts. 1973 ist er müde und verkauft an seinen langjährigen treuen Mitarbeiter Josef Aster. Mit ihm übernimmt eine weitere Institution aus Innsbrucks jüngerer Wirtschaftsgeschichte den bereits über 200 Jahre alten Betrieb. Für mehr als 33 Jahre. Den Namen Nosko lässt er als Reminiszenz an seine Vorgänger bestehen.

2006

All sein Wissen und die überlieferten Geheimnisse der Kaffeerösterei gibt Josef Aster an seine Tochter Margit und seinen Schwiegersohn Heinrich „Heinz“ Steger weiter. Die beiden arbeiten seit 1985 im Unternehmen aktiv mit. Als der Senior 2006 die Augen für immer schließt, führen sie das Geschäft bis 2018 als kleinen Familienbetrieb weiter. Unter ihrer Führung entsteht die neue Rösterei in der Rossau.

2018

Mit der Firma ARTkaffee übernehmen 3 traditionsreiche westösterreichische Unternehmen mit Sinn für Tradition und Kaffeekultur die Geschicke der Marke KAFFEE NOSKO. Der Fortbestand der ältesten Kaffeerösterei Tirols ist gesichert.
Margit und Heinz Steger – obwohl längst in Pension – arbeiten übrigens noch immer mit großem Einsatz in „ihrer“ Gourmetrösterei mit. Sie geben ihre jahrzehntelange Expertise an die nächste Generation weiter. Woher kommt die Energie dafür? Wohl vom immer röstfrischen Kaffee …

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